Sonntag, 2. Dezember 2012

Die Gourmetbutter für die Feiertage ist fertig...


 Ein schöner Tipp immer gut gewürzte Butter kredenzen zu können…
Ich liebe Traditionen! Und weil es die noch so selten gibt, liebe ich Weihnachten ganz besonders. Da geht es herrlich traditionell zu! Christian und ich stellen morgens gemeinsam den Baum auf und machen zum schmücken eine Flasche guten Sekt auf. Nach der hektischen und stressigen Weihnachtszeit im Refugio haben wir mindestens 3 Tage frei. Und das im Kreise unserer Liebsten.
Alles dreht sich um Geschenke, gutes Essen und guten Wein. (Die Weihnachtsgeschichte lesen wir auch, keine Bange.) Ich liebe das! Ich freue mich das ganze Jahr auf den Spaziergang nach der Heiligen Messe, auf das Kaninchen am ersten Weihnachtsfeiertag und diesen unglaublich riesigen gefüllten Truthahn mit allen erdenklichen Beilagen am zweiten Feiertag. Heilig Abend nach dem Kirchgang starten die kulinarischen Hochtage traditionell mit Lachstoast und Cremant. Mit dem Toast in der Hand wird so lange gesungen, bis das Glöckchen klingelt und die ganze Familie endlich in das Weihnachtszimmer darf! Nach dem Geschenke auspacken wird gemeinsam der Tisch gedeckt – seit ein paar Jahren hat Raclette das traditionelle Fondue abgesetzt. Fondue biete ich jetzt im Refugio an – als Revival sozusagen. Der Nachtisch darf jedes Jahr variieren.

Vor zwei Jahren hat es so unglaublich geschneit in Unna, das meine Tante, meine Tochter und meine Schwester sich mit einem Schlitten voller Geschenke und einiger vorbereiteten Zutaten für das Raclette zu Fuß auf den Weg von Billmerich nach Unna City machten wo der Heilige Abend nach der Messe gemeinsam gefeiert werden sollte. An Autofahren war wegen des enormen Schneefalls nicht zu denken, selbst die Taxiunternehmen haben Billmerich aufgrund des glatten Berges davor nicht mehr angefahren. Meine Schwester, die schließlich schon den Kilimandscharo bestiegen hat, überzeugte meine Tante und Eva-Lotta, dass es am einfachsten sei, den Weg zu Fuß zurück zu legen. Die ARMEN 3! Für den 2,5 km langen Marsch haben sie sage und schreibe über drei Stunden gebraucht! Der Schnee lag so hoch, dass man kaum durchkam! Die gekochten Eier für das Lachstoast hat man kurzerhand als Stärkung unterwegs verzehrt.  Es war das erste Jahr, das wir  nicht in der Kirche waren! Als die drei endlich bei uns ankamen, wurde heißer Tee getrunken und Eva-Lotta – damals 7 Jahre alt ist sofort eingeschlafen! Nun, Eier brauchten wir nicht mehr: ich hatte doch Kala Namak im Haus. Ein schwarzes Steinsalz aus Indien. Es riecht nicht überzeugend, aber mit Butter verrührt ist es köstlich! Es schmeckt vor allen Dingen nach leckeren, lange gekochten Eiern. Unglaublich! Wenn ihr die Möglichkeit habt, probiert es dringend! Ich streue es mir über Pellkartoffeln, Blumenkohl, Spargel auf Gurken, Tomaten oder einfach nur auf eine Vollkornstulle mit Butter!
Und so könnt ihr Euch bestens vorbereiten:
Meine Gäste überrasche ich gerne mit gewürzter Butter die ich immer in der Tiefkühltruhe habe. Bei Ikea gibt es tolle Motiv—Silikon-Eiswürfelgefrierformen. Ich mische meine Butter und schmiere sie in diese Formen. Frischhaltefolie drauf, ab in den Gefrierer und man hat immer wenn man Gäste bekommt für jeden ein leckeres Butterherzchen welches ich auf kleine Tellerchen für jeden Gast mit ein paar Kräutern dekoriere.
Für die Weihnachtsfeiertage habe ich heute einmal Butterherzchen mit Kala Namak gemacht, das passt herrlich zu dem Lachstoast. Und Butter gemischt mit Curry Maharadja und Maldon Sea Salt. Die wird toll zum Raclette und den begleitenden gegrillten Putenfilets sein! Schmeckt dabei auch noch unserer Tochter da dieser Curry von Ingo Holland nicht scharf ist und mit Vanille verfeinert wurde! Also, die ersten Schritte für die schönsten Tage im Jahr sind getan… ich wünsche Euch eine besinnliche Weihnachtszeit!

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