Donnerstag, 18. September 2014

Eintopf von der Steckrübe mit Streuobstäpfeln und gebratener Chorizo



Ich weiß gar nicht, warum die Steckrübe so unbeliebt ist! Bei Wikipedia habe ich das hier gefunden:
"In Notzeiten waren Steckrüben mehrfach die letzte Nahrungsreserve für einen Großteil der Bevölkerung. In die Geschichte eingegangen ist der so genannte deutsche Steckrübenwinter während des Ersten Weltkriegs 1916/17 („Früh Kohlrübensuppe, mittags Koteletts von Kohlrüben, abends Kuchen von Kohlrüben.“). Da die Kartoffelernte im Herbst 1916 eine Missernte war, wurden Steckrüben als Ersatz herangezogen. Sie waren vorher hauptsächlich als Schweinefutter angebaut worden. Da praktisch alle Lebensmittel in Deutschland knapp waren, dienten Steckrüben als Basis für die verschiedensten Gerichte, 1917 erschienen eigens Steckrüben-Kochbücher. So gab es Rezepte für Steckrüben-Marmelade, Aufläufe, Suppen, Sauerkraut-Ersatz aus Steckrüben und sogar Steckrüben-Kaffee. Das Rezept lautete: „Steckrüben raspeln und im Ofen trocknen. Die getrockneten Rübenschnitzel werden dann durch eine Kaffeemühle gedreht. Wie normales Kaffeemehl behandeln.“ Mit Bezeichnungen wie „Ostpreußische Ananas“ sollte dieses Gemüse der Bevölkerung schmackhaft gemacht werden.[3] Davon abgeleitet wurden auch Bezeichnungen wie „Mecklenburgische Ananas“ üblich.[4]
Da Steckrüben in der Bevölkerung trotz der schlechten Ernährungslage unbeliebt waren, hatte die Reichskartoffelstelle am Ende des Winters 1917 noch etwa 80 Millionen Zentner Steckrüben übrig, die nicht verteilt worden waren. Sie wurden zu Dörrgemüse und Rübenmehl weiterverarbeitet. Dieses Mehl wurde dann mit Kartoffelmehl und mit Maggi-Suppenwürfeln gemischt und als „Vollkost“ in den Handel gebracht, wobei jede Familie eine gewisse Menge abnehmen musste, um andere Lebensmittel kaufen zu können."
Meine Güte! Die arme Rübe, das hat sie nicht verdient! Ich mag Steckrübe! Und so verarbeitet wie hier, hat sie auch meinen Gästen ganz hervorragend geschmeckt. Probiert es mal aus:
Ihr benötigt:
Steckrüben nach Bedarf,
ca. 1/3 soviel Äpfel,
wenig Möhren (der Farbe wegen habe ich sie mit dazu genommen)
ein paar Kartoffeln (wer auf Kohlehydrate verzichten möchte, nehme einfach ein wenig Kürbis dazu, der hat jetzt auch Saison),
Gemüsezwiebeln
Chorizo zum braten (Vegetarier lassen dies einfach weg, macht dann an den fertigen Eintopf ein wenig Olivenöl, das Fett aus dem Öl bringt noch einmal Geschmack nach vorne!),
Salz, Pfeffer, Korianderkörner, Lorbeerblätter
So geht es:
Das Gemüse und die Äpfel waschen, schälen und ca.in gleich große Stücke schneiden. Die Zwiebel klein schneiden und in Olivenöl andünsten. Das Gemüse, sowie Salz, Lorbeerblätter (bitte zählen, die müssen nachher alle wieder raus) und gemörserte Korianderkörner mit dazugeben und mit wenig Wasser bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis alles weich ist.
In der Zwischenzeit die Chorizo vom Darm befreien und in Olivenöl scharf anbraten.
Wenn das Gemüse weich ist alles mit dem Stampfer zerstampfen (holt vorher die Lorbeerblätter raus!) und die Chorizo mit dem Bratfett unterheben. Mit Salz & Pfeffer abschmecken und servieren.... 

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