Samstag, 8. September 2012

Kürbis die Zweite... zum Nachbacken empfohlen!



 Immer noch beschäftigt mich mein orientalisches Kürbisprojekt! Bis zum 19. September muss ich mir ein paar leckere Kürbishäppchen einfallen lassen haben, die ich dann auf dem Kürbishof Ligges präsentiere. Gestern habe ich mir von dem Projekt eine kleine Auszeit genommen. Und ratet mal, was ich gemacht habe: Kürbis. Hintergrund war ein neues Mehl welches ich für das Refugio gekauft habe. In Göttingen bei einem Olivenölseminar habe ich vor wenigen Wochen meine beste Focaccia ever gegessen! Mein Importeur aus Italien hat mir versichert, dass das Geheimnis einer jeden guten Focaccia das Mehl sei. Hmmmm – das hab ich nun auch! Und es kostet sage und schreibe 6,95 €/kg. Ob es das tatsächlich wert ist, wollte ich natürlich auch im Selbstversuch zu Hause testen! Leider hatte ich keine Hefe da und so googelte ich mich durch diverse Rezeptdatenbanken. Inspiriert durch die wunderbaren Fotos und Texte der Foodbloggerin grain de sel - salzkorn war mir auf einmal nach Tarte zumute. Und da ich zu Hause nie auf soviel Lebensmittel zurückgreifen kann wie im Refugio, musste es eine Tarte aus meinem dürftigem Lebensmittel-Reservoir werden: Zwiebeln, Schinkenwürfel und Kürbis (der war eigentlich Deko)! Außerdem hatte ich noch Sahne, Schmand und Ziegenfrischkäse. Das Ergebnis war zwar nicht orientalisch, aber unheimlich lecker und zum nachbacken empfohlen! Und so geht es:
Ziegenfrischkäsetarte mit Kürbis,Speck und Röstzwiebeln:
Für den Teig: 230gr. Mehl, 10 gr. Mandeln, 1 TL Salz, 120 gr. Butter, Thymian, Olivenöl
Für den Aufstrich: Ziegenfrischkäse, Schmand, Sahne zu gleichen Teilen

Mandeln in der Küchenmaschine klein hacken, Mehl und Butter in Stücken dazu, Salz und die Blätter von  4-5 Zweigen Thymian ebenfalls. Alles mit Hilfe der Küchenmaschine vermengen und langsam Olivenöl dazugeben bis ein elastischer Teig entsteht.  Den Teig in eine gebutterte Tarteform drücken, mit einer Gabel Löcher reinpicksen und in den Kühlschrank stellen.

Ziegenfrischkäse, Schmand und Sahne zu gleichen Teilen verrühren.
Kürbis in Spalten schneiden.
Zwiebeln kleinschneiden und mit den Schinkenwürfel in einer Pfanne mit Olivenöl andünsten. Wenn die Zwiebeln glasig sind, ein wenig braunen Zucker drangeben. Backofen auf 190Grad Ober-Unterhitze vorheizen. 

Tarte aus dem Kühlschrank holen, mit der Creme bestreichen und mit den rohen Kürbisspalten belegen. 

Die Zwiebeln und den Speck auf der Kürbisschicht verteilen und darauf eine weitere Kürbisschicht legen. Mit Olivenöl bestreichen und 45 Minuten in den Backofen geben. 

Dann die Tarte mit der restlichen Ziegenfrischkäsecreme “ und ein wenig Thymian „bestreuseln und weitere 10 Minuten im Ofen backen. Schon der Duft ist berauschend! 



Die Tarte ein wenig abkühlen lassen und servieren!! Schmeckt auch kalt hervorragend.
Ein kleines Stück ist noch übriggeblieben und ich möchte fast behaupten, dass hat am nächsten Tag noch besser geschmeckt als zuvor! 

Was ich allerdings auch behaupten möchte, dass ein anderes Mehl die Qualität nicht mindert. Ich werde mich in den nächsten Tagen noch mal an einem schönen Hefeteig versuchen um mich von dem Mehl zu überzeugen! Aber erst einmal werde ich an neuen orientalischen Kürbisrezepten arbeiten! Bis bald! Eure Kati
P.S.: Beim Herstellen der Tarte hatte ich noch ein paar Kürbisspalten übrig. Diese habe ich während die Tarte im Ofen buk einfach in der Pfanne in der vorher die Zwiebeln und der Speck schmorten angebraten – ein wenig Maldon Sea Salt und frischen Thymian dazu  - und wollte sie eigentlich dem Göttergatten als Apero anbieten. 

Verdammte Hacke, die waren so köstlich! Die hab ich alle alleine aufgegessen bevor er auch nur erahnen konnte, dass er etwas verpasst haben könne… Dafür bekam er das größere Stück Tarte…

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen