Freitag, 19. Oktober 2012

So tauschte ich das Armani-Kostüm mit der Kochschürze



Wie das Refugio nach Unna kam....
 Es war einmal ....ein Augenoptiker und eine Diplom-Kauffrau. Sie lebten glücklich und zufrieden mitten unter uns. Dann kam die Wirtschaftsflaute. Und damit ging die Stimmung runter. Erst in Deutschland, dann bei unseren Beiden. Der Optiker befasste sich auf einmal mit Gesundheitsreform und Kassenleistungsstreichungen. Die Diplom- Kauffrau versuchte sinkende Aktienkurse und Lohnkürzungen zu erklären. So ging das. Jeden Tag. Meistens mehr als 8 Stunden. An einem lauen Sommerabend, als die Beiden wieder einmal geschafft vom anstrengenden Tagewerk beisammen saßen, sagte der Optiker: „Ich möchte mich mal wieder mit etwas richtig Schönem beschäftigen. „Oh ja“, antwortete die Diplom-Kauffrau. „Etwas machen, was Einem richtig Spaß macht!“. Der Optiker nippte an seinem tiefroten Wein: „Zum Beispiel mit Wein beschäftigen“, sinnierte er über sein liebstes Steckenpferd. „Oder mit schönem Essen“, ergänzte die Diplom-Kauffrau und tunkte ein Stück mittelalten Peccorino in die duftende Feigensauce. „Ja, wir müssten es immer so schön haben, wie hier zu Hause“, träumte der Optiker und legte den Arm um seine Frau. 
Am nächsten Tag, als die Diplom-Kauffrau in Aktenbergen versunken die höchstmögliche Rendite für abschreibungspflichtige Güter berechnete, wanderten ihre Gedanken immer wieder „zu etwas Schönem“. „Ja, das wäre was!“ Wie von selbst flitzte der Stift auf einmal über das Papier. Statt Zahlen zu summieren entstand eine Liste mit Lieblingskäsesorten. Danach eine Ideensammlung, wie man guten Kaffee noch ein bisschen besser machen könne, gefolgt von einer Ansammlung der leichtesten Sommerrezepte. Dem Optiker erging es nicht anders. Anstatt über Gleitsichtgläser und Formbügel nachzudenken, drehten sich seine Gedanken wie von selbst um Winzer und Reben. Von da an sah man das junge Paar meistens Bücher wälzen. Bücher zum Thema Genuß; Bücher vom Essen und Trinken. Anstatt Urlaub zu buchen wurden Seminare besucht. Das junge Paar lernte Winzer kennen, testete, probierte und bildete sich fort.  „Ihr seid doch keine Gastronomen!“, lachten die Freunde. „Stimmt!“, dachte das junge Paar und beschäftigte sich weiter mit den Dingen, die ihm solchen Spaß machten. „Franchise heißt der Trend der Zukunft“, riefen die Banker. Doch das junge Paar arbeitete weiter an seiner Vision von einem kleinen, individuellen Ort - voll von lauter Dingen, die das Leben schöner machen. Einen Ort, an den man gerne geht. Auch in einer Wirtschaftsflaute. Vielleicht gerade dann. Als aber die Leute sahen, mit welcher Inbrunst das Paar arbeitete und als die ersten Produkte betrachtet und verkostet waren, als selbst die ärgsten Kritiker anfingen, zu Fans zu werden, ja, von da an war es nur noch ein kleiner Schritt zum großen Schnitt.
Seit September 2005 ist es da, unser Refugio.
Wir haben für Euch vom Guten das Besondere zusammen getragen. Feine Kost und gute Weine. Wir hoffen, dass auch ihr euch bei uns wohlfühlt. Ob ihr euch alleine bei uns mit einem schönen Glas Wein verwöhnt, euch mit der besten Freundin einen Karamelkaffee bei uns gönnt, oder mit der Clique bei uns in fröhlicher Runde den nächsten Ausflug besprecht. Wir wissen nicht, was ihr bei uns machen möchtet. Aber wir wollen Euch einen schönen Rahmen bieten. Eine kleine Pause am Tag. Ein bisschen Zeitvertreib, der fröhlicher stimmt. Wir würden uns freuen, Euch in unserem Refugio herzlich willkommen zu heißen! Kati Vogt, Christian Plischke und Team
Refugio, span.: Rückzugsmöglichkeit, Zufluchtsort 

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