Dienstag, 29. Dezember 2015

Kartoffelstampf trifft Sauce... die leckerste Resteverwertung nach einem Fondue/ Raclette-Abend



Ich liebe Traditionen! Sie regeln das Leben, die Vorfreude ist groß - manchmal artet sie in Sehnsucht aus! Was fiebere ich auf den Heilig Abend hin! Während wir früher Fondue zelebriert haben (die legendären Saucen meiner Mutter gehören zu Heilig Abend wie das "Oh Du Fröhliche" am Ende der Christmette), wurde mit der Mitbestimmung unserer Tochter (ca. ab dem 2. Lebensjahr ;-) ) das gemütliche, gemeinschaftliche Essen von der Tischmitte heraus, durch das nicht minder gemütliche Raclette ersetzt, welches wir mit der Bratmöglichkeit auf diesem Gerät um Dimensionen erweitern konnten. ...hier geht es weiter....

Wir kochten absofort nicht mehr nur Fleisch in Brühe, sondern brieten Jakobsmuscheln, mariniertes Schweinefilet, Angus-Steak, Riesengambas, Landhähnchenschenkel u.v.m...
Und ich glaube, wie bei uns, ist es in vielen anderen 1000den Familien dieses Landes: es ist immer zuviel! Zuviel Porree - Lauch - Paprika - Zucchini - Erbsen - Waldpilze - Petersilie - Tomaten - Peperoni - Pak Choi - Mangold - Mais - Thunfisch - Fleisch - Krustentiere - Chutney - Pesto - Saucen - Kräuterbutter - Brot - und Kartoffeln. Ach ja: und viel zuviel Käse! Und dieses Jahr schon wieder! Obwohl wir - wie in jedem Jahr aufpassten und sagten: dieses Jahr machen wir nicht soviel! Wie in jedem Jahr war unser Zusatzkühlschrank auf der Terrasse voll und wurde ergänzt durch die altbewährte Kühlbox! Aber eigentlich ist mir dieser Überfluss - ausnahmsweise mal - egal. Nein! Mehr! Ehrlich gesagt ist er gewollt! Das Schöne an den Überbleibsen vom Fondue/ Raclette ist nämlich die Resteverwertung am Tag danach! Was freue ich mich darauf! Ein leckeres Essen aus frischem Gemüse, gutem Fleisch oder/ und Fisch ohne viel Arbeit zu haben! Das ideale Lecker-Schmecker-Faulenzer-Genießer-Essen für den 1. Weihnachtsfeiertag - falls man keine anderweitigen Verpflichtungen hat!  In diesem Jahr war es wieder so einfach wie lecker. 

Folgendes hatte ich zur Verfügung: 
mariniertes Schweinefilet in Medaillons geschnitten, Gemüse wie Parika, Zucchini, Lauch, Porree, Zwiebeln, Kartoffeln, diverse Kräuter und ein Petersilienknoblauch-Pesto

Aus meinem Vorratsschrank kamen noch hinzu: Luisenthaler Tiefensalz, Toskanisches Pastagewürz, Kochsahne, Olivenöl, Butter
So habe ich es gemacht:
Für das Kartoffelpüree: die geschälten und  am Vortag gekochten Kartoffeln in heißem Wasser warm ziehen lassen.

In der Zeit in einer Pfanne die Gemüsereste und Fleischüberschüsse anbraten/ dünsten. Die Medaillons vom Schweinefilet habe ich dazu in kleine Streifen geschnitten. Also kam bei mir in diesem Jahr in die Pfanne:

in heißem Olivenöl zwei Handvoll Zwiebeln und ca. 200 Gramm Schweinefilet anbraten. Porree, Lauch, Zucchini in dünnen Vierteln, Paprika in kleinen Stücken, 4 Teelöffel Petersilien-Knobipesto dazugeben und kurz mitdünsten. Alles mit einem ordentlichen Schuß Weisswein vom Vortag ablöschen. Ca. 200 ml Küchensahne (7%) aufgießen und einköcheln lassen. Alle Kräuter (Petersilie, Basilikum, klein geschnittener Mangold, Blattspinat - alles was ihr da habt....) mit dazugeben. 3-4 beherzte Prisen Luisenthaler Tiefensalz (alterantiv eine gutes Gemüsebrühepulver) und 2 große Prisen Toskanisches Pastagewürz dazugeben und alles gut verrühren. Probiert nach 5 Minuten mal! Wenn Euch nun ein wenig Frucht/ Säure fehlt, gebt 2-3 Teelöffel Ketchup dazu (jawoll! Ketchup! Ich gebe es zu! Ich liebe Ketchup! Aber sagt es nicht weiter!! Außerdem manchmal eine Geheimwaffe, wenn einem beim Abschmecken auffällt, dass Frucht/ oder Säure fehlt! Und heute wollen wir außerdem keinen Schönheitspreis, sondern einfach einleckeres, schnelles Essen, welches nicht viel Arbeit macht ;-) ).

Die Kartoffeln müssten nun warm sein! Bitte abgießen, und um wirklich einen GUTEN Schuß Butter (ja, Butter, nehme ich sonst auch nicht, aber heute soll es schnell wieder auf die Couch gehen!), 4-5 Prisen Luisenthalter Tiefensalz, 2 Prisen Macis, 1 Prise Toskanisches Pastagewürz und ein herbes Olivenöl (4-5 Esslöffel)  ergänzen. Alles gut durchstampfen - falls es zu fest sein sollte ein wenig Milch mit dazugeben und weiterstampfen bis ein angenehmer, haltbarer Brei entsteht.

Das Püree in einen tiefen Teller geben und mit der Gemüse-Fleisch-Pfanne aufgießen! Und schnell mit dem Liebsten wieder auf die Couch! Einen schönen Film anschauen und einfach nur genießen.... 
Alles Liebe Eure Kati! 


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